Markus Rettenmeier führt die gleichnamige Mühle im Südwesten Baden-Württembergs bereits in dritter Generation. Traditionsbewusstsein und modernste Anlagen garantieren, dass das Mehl für Backkultur von höchster Qualität ist.
Die ganze Steuerung funktioniert per Computer. Dies ist sozusagen die Schaltzentrale des Müllers. Die moderne Technologie erleichtert die Arbeit zwar, ohne das Wissen und die Erfahrung des Müllers würde jedoch nichts funktionieren. Qualitätssicherung hat hier oberste Priorität. Sobald Weizen, Roggen oder Hafer ankommen, wird eine Stichprobe entnommen und im Labor untersucht. Das vorgereinigte Getreide wandert je nach Qualität durch lange Rohre in verschiedene Silo-Zellen im Mühlenturm. Riesige Walzenstühle brechen das Getreide auf. Die einzelnen Bestandteile – Schrot, Grieß, Dunst und Mehl – gelangen über Rohre zu den sogenannten Plansichtern.
In diesen tonnenschweren Siebschränken werden durch Rotation die Bestandteile nach Feinheitsgrad gesiebt und zurück zu den Walzstühlen geschickt. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrmals. Das Mehl gelangt schließlich per Silowagen direkt zu Backkultur.